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Am Donnerstag, den 29. November 2007 erwarteten die Mitarbeiter des Vereins Weidelandschaften gespannt die Ankunft der neuen Wisente aus Polen. In speziell gefertigten Transportkisten wurden sie auf einen langen Weg in den Norden Deutschlands geschickt. Die drei Wisentkühe Polnowka, Poszyna und Podwawelna kamen aus der polnischen Wisentzucht der Oberförsterei Niepolomice in der Nähe von Krakau. Begleitet wurden sie von dem Wisentbullen Porter aus dem Zoologischen Garten Breslau. Alle vier gehören der seltenen Linie der Flachlandwisente an, die in Deutschland nur noch in zwei weiteren Zuchteinrichtungen zu finden ist.
Der Wisent, das größte europäische Landsäugetier und letzter Vertreter der Wildrinder, zählt zu den stark gefährdeten Arten. Mangelnder Lebensraum und Inzuchtfolgen sind heute die wichtigsten Bedrohungsfaktoren für dieses imposante Tier.
Der Verein Weidelandschaften hat den Großteil des ehemaligen Munitionsdepots Kropp mit Unterstützung des Ministeriums für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein für Zwecke des Artenschutzes erworben. Wisente und Fledermäuse sind die Arten, die es hier zukünftig besonders zu fördern gilt. Über Fördermittel der Bingo! Umweltlotterie wird ein Teil der Sachkosten der ersten Umsetzungsschritte des Wisentprojekts finanziert.
Neben einer Zuchtgruppe von Wisenten im 4 Hektar großen Schaugehege, das für Besucher zugänglich ist, wird eine weitgehend frei lebende Wisentgruppe das gesamte, rund 100 Hektar umfassende hintere Areal beanspruchen. Neben der Zucht sollen in diesem Bereich Erkenntnisse zur Einflussnahme der Wisente auf die Biotopstruktur gewonnen werden.
Noch steht das Projekt ganz am Anfang. Ende April 2007 wurde der erste Bauabschnitt des Schaugeheges der Öffentlichkeit vorgestellt. Das Schaugehege beherbergt bereits die ersten drei Wisente Danga, Valballa und Vampir - sie haben sich über den Zuwachs freuen. In Zukunft wird sich voraussichtlich ein weiterer Transport aus Polen anschließen, um beide Zuchtgruppen mit ausreichend Tieren zu besetzen.
Für weitere Fragen steht Ihnen unsere Mitarbeiterin Frau Widowski, Artenschutzreferentin, gerne zur Verfügung: Telefon 0170 - 2727288















